Seelenverkäufer

Der erste Eindruck

Hat schon bessere Tage gesehen. Wer oben einsteigt (Queen Mary) kann nur noch abwärts gehen.

Wie auch immer: Wir werden uns sicher erhohlen. Es gibt ruhige Plätze und stille Orte an Bord und zur Not geht man auf Deck. Wir haben die Tour durchs Baltikum im Herbst gebucht. Quasi Sicherheitsgarantie für schlechtes Wetter und somit Einsamkeit auf Deck. Supergeil!

Die besondere Note, dieses ältliche, leicht vebrauchte und doch irgendwie lebendige mit all seinen Spuren und Geschichten hat uns bewogen, die Bilder im klassischen Stil zu entwickeln. So erinnern sie an die Fotografien aus der Kindheit.

Fazit nach der Reise:

Der erste Eindruck täuschte nicht, aber der Pessimismus war fehl am Platz! Gemütlich und irgendwie charmant. Da nur etwa 450 Passagiere an Bord sind, kennt man schnell viele Menschen. Ein wenig wie ein Dorf. Das Ambiente „wie bei Muttern“ passt.

Außerdem hat die Größe Vorteile!. Die Astor kann weit in die Häfen hineinfahren und sogar die Neva hinauf. Sie kommt dorthin, wo die großen Schiffe passen müssen. Es macht schon einen Unterschied, ob man abends auf das beleuchtete Stadtpanorama schaut oder in einem Industriehafen liegt. Uns hat es gefallen. Jetzt ist sie auf Weltreise. Leider ohne uns.

 

Sie lieben nur verfaulte Planken
Ihr Schiff, das keine Heimat hat
0h Himmel, strahlender Azur
Mit seinen Ratten, seinen Löchern
Mit seiner Pest, mit Haut und Haar
Sie fluchten wüst darauf beim Bechern
Und liebten es, so wie es war

Ballade von den Seeräubern, Bertold Brecht

Links & Photos:

Fotos

Bilder:

  • T. Heyartz, S. Heyartz, pixphere
  • Lizenzen: CC BY-SA 3.0 DE, CC0

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